1. Implantation

Nach dem Verlust eigener Zähne steht die möglichst vollständige funktionelle und ästhetische Rekonstruktion des Kausystems für die Patientin oder den Patienten im Vordergrund. Mit Hilfe von Zahnimplantaten als „künstlichen Zahnwurzeln“ bieten sich vielfältige Möglichkeiten, um einen stabilen und langfristig haltbaren Zahnersatz zu realisieren.

Bei der Planung jedes implantatgetragenen Zahnersatzes arbeiten wir eng mit unseren zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen zusammen, um sowohl aus chirurgischer als auch aus prothetischer Sicht eine individuell optimale Lösung realisieren zu können. Üblich ist dabei das Prinzip der „Rückwärtsplanung“: Von zahnärztlicher Seite erfolgt die Planung des Zahnersatzes nach funktionellen und ästhetischen Gesichtspunkten, woraus sich die Positionen der durch den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen zu setzenden Implantate ergeben. Implantate bestehen meist aus Titan und werden im Kieferknochen fest verankert. Dazu ist in der Regel ein kleiner operativer Eingriff in lokaler Betäubung ausreichend. Wichtig ist zuvor in jedem Fall eine ausführliche individuelle Beurteilung der Situation, da verschiedene Allgemeinerkrankungen den Heilungserfolg und die Langzeitstabilität von Implantaten wesentlich beeinträchtigen können. Entscheidend ist außerdem, ob der ortsständige Knochen zum Setzen der Implantate ausreichend ist, oder ob der Kieferknochen vor oder beim Einbringen der Implantate mit zusätzlichem körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial aufgebaut werden muss. Vor dem geplanten Eingriff erfolgt daher eine Analyse der knöchernen Strukturen im zweidimensionalen oder dreidimensionalen Röntgenbild. Nach der Einheilung der eingebrachten Implantate wird durch die Zahnärztin/den Zahnarzt der zuvor geplante implantatgetragene Zahnersatz angefertigt und eingesetzt.