2. Knochenaufbau

Nicht immer ist ein für das Setzen von Implantaten ausreichend hoher und breiter Kieferknochen vorhanden. In solchen Fällen muss der Knochen mit Hilfe von Knochenersatzmaterialien oder von körpereigenem Knochen, der zuvor entnommen worden ist, aufgebaut werden.

Die Knochenentnahme kann in aller Regel innerhalb der Mundhöhle aus einer anderen Region des Kiefers erfolgen. Je nach Schweregrad des vorhandenen Knochenabbaus kann das Setzen der Implantate gleichzeitig mit dem Knochenaufbau oder in einem zweiten Eingriff durchgeführt werden. Man unterscheidet zwischen der Verpflanzung von Knochenspänen oder massiven "Knochenblöcken", die mit sehr kleinen Schrauben fixiert werden.

Knochenersatzmaterialien dienen als "Platzhalter" für das Wachstum des eigenen Knochens. Sie werden meist mit körpereigenen Knochenspänen vermischt und dem Knochen aufgelagert, so dass die Knochenzellen das Ersatzmaterial mit neuer harter Knochensubstanz "durchbauen" können. Auf diese Weise wird ein für eine Implantation ausreichenes Knochenlager neu erzeugt.